Jedes Kind braucht seinen Weg

Kinder sind verschieden – und manche brauchen beim Lernen andere Wege, mehr Struktur oder eine besonders ruhige und verlässliche Umgebung.

Ich habe über viele Jahre auch Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen und besonderen Bedürfnissen unterrichtet. Dabei habe ich gelernt, genau hinzuschauen: Was hilft diesem Kind? Braucht es einen festen Ablauf? Lernt es leichter über das Sehen, das Hören oder durch Nachahmen? Helfen Noten und ein Buch – oder stehen sie eher im Weg?

Wenn es nötig ist, achte ich zum Beispiel darauf, dass der Unterrichtsraum beim Ankommen vertraut aussieht und Abläufe möglichst gleich bleiben. Gleichzeitig gibt es kein festes Konzept, das für jedes Kind funktioniert. Wir probieren gemeinsam aus, welcher Weg einen guten Zugang zur Gitarre und zur Musik ermöglicht.

Ich habe im Südring in Hamburg gearbeitet und dort viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gesammelt. Diese Erfahrungen helfen mir bis heute dabei, mich auf unterschiedliche Bedürfnisse einzustellen.

Wichtig für den Gitarrenunterricht

Wenn Ihr Kind besondere Bedürfnisse hat, ist es hilfreich, wenn Sie mich vor der ersten Stunde darüber informieren. So kann ich mich besser auf die Situation einstellen.

Gleichzeitig möchte ich jedes Kind selbst kennenlernen und mir ein eigenes Bild machen. Eine Diagnose kann wichtige Hinweise geben, bestimmt aber nicht, wie ein Kind lernt. Entscheidend ist für mich zu beobachten, was dem einzelnen Kind hilft und wie über die Musik Vertrauen entstehen kann.